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20100 Höhenmeter in nur sieben Tagen

Alexander Hoferer und Lukas Rathgeber klettern bei der »Transalp« über die Pässe / Plattfuß-Pech beschert 21. Platz

Von Christine Stiefenhofer

Haslach.Während sich andere den Sommer über träge im Liegestuhl räkeln, laufen einige erst zur Hochform auf: Alexander Hoferer etwa. Der Haslacher hat zusammen mit Lukas Rathgeber an der »Transalp« teilgenommen. In Zahlen bedeutet das: 782 Kilometer und 20100 Höhenmeter – und das alles auf dünnen Rennradreifen.

Trotz der Anstrengungen hatte der Haslacher Alexander Hoferer einen Blick für die Landschaft.

»Es war super-anstrengend, aber ein absolutes Erlebnis«, begeistert sich Hoferer. Schmerzen und Strapazen sind längst vergessen. Für den Haslacher Sportler war es die zweite »Transalp« Teilnahme; bei seiner Premiere 2009 war er mit Harald Bröker auf die Alpenpässe geklettert. Dieser hatte jedoch bei der Neuauflage keine Möglichkeit dabei zu sein. Und da half Hoferer die Online Partnerbörse des Veranstalters weiter: Lukas Rathgeber aus Bad Kreuznach wollte wie der Haslacher auch in die Top 20 fahren. Ein ehrgeiziges Ziel: Bröker und Hoferer waren 2009 auf den 27. Rang gefahren. An der 20er-Marke war das Doppel »Hoferer/Rathgeber« dran, aber es sollte doch nicht reichen. Nach einem ausgemachten Pannentag landete das Team »Fitness-Turm« in der Herren-Kategorie auf Platz 21; in der Gesamtwertung platzierte sich das Duo bei 600 Teams auf Rang 32.

Hoferer und Lukas Rathgeber kurz vor dem Start.

Die erste Etappe (121 Kilometer und 2600 Höhenmeter) wurde mit Tempo angegangen. »Der Anstieg auf den Kühtaipass bei 30 Grad Celsius war quälend«, erinnert sich Hoferer, »wir hatten uns die Kräfte aber gut eingeteilt.« Belohnung war der 14. Platz. Auf dem Weg nach Brixen folgte ein Tag der Extreme: Beim Start hatten die Sportler zwölf Grad, auf dem 2509 Meter hohen Timmelsjoch – dem Dach der »Transalp« – herrschten gerade mal vier Grad, bevor die Fahrer ins 37,8 Grad heiße Tal hinunterschossen. Das Team hielt mit der Spitze mit und fuhr auf Platz 20. Vor der Königsetappe am vierten Tag hatten Hoferer und Rathgeber eine mit 90 Kilometern kurze und mit mehr als 3000 Höhenmetern heftige Strecke zu absolvieren. Hier fuhren sie auf Platz 18. Auf der Strecke von St. Vigil nach Alleghe radelte das ausgedünnte Feld über Grödnerjoch, Passo Sella, Passo Pardoi, Passo Falzarego und Passo Giau. »Mehr Dolomiten an einem Tag geht nicht«, begeistert sich Hoferer. Trotz der Anstrengungen habe er genügend Muße gehabt, die Landschaft zu genießen.

Die Tagesetappe ist geschafft: Alexander Hoferer (links) und Lukas Rathgeber legen eine Pause auf dem Klappstuhl ein. Fotos: Hoferer (2), Rathgeber

Das Team verbesserte sich auf Platz 14. »Bei diesem Ergebnis wollten wir einen draufsetzen«, so Hoferer, doch es sollte ganz anders kommen: Teampartner Lukas hatte tags darauf mit zwei Plattfüßen zu kämpfen. Bis die Schäden behoben waren, dauerte es – das Duo rutschte in der Tageswertung auf 47. »Da war die Moral am Boden.« Auf den Etappen nach Arco und weiter an den Gardasee ließen die Sportler aber die Köpfe nicht hängen und nahmen mit Schmackes die letzten Kilometer und Höhenmeter unter die Räder. »Die Zielankunft war unbeschreiblich «, schwärmt Hoferer. Im kommenden Jahr lege er wegen der Familie eine »Transalp «-Pause ein, doch dann wolle er wieder angreifen. »Vielleicht sind noch andere Fahrer aus Haslach dabei«, drückt er sich die Daumen.

Der Artikel erschien am 7. August im Schwarzwälder Boten. Laden Sie hier das PDF herunter.

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