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Auf demHukla-Areal entsteht eine Tiefgarage

Zentrumsnaher Parkraum soll trotz Bauprojekt erhalten bleiben / Kosten: 210 000 Euro

Haslach (sti). Noch bietet die Hukla-Brache um den Haslacher »Fitness-Turm« reichlich zentrumsnahen und kostenlosen Parkraum. Und das soll sich auch nicht ändern, wenn das Gelände bebaut wird. Deshalb gab der Gemeinderat am Montag grünes Licht für die Realisierung einer Tiefgarage mit 35 öffentlichen Stellplätzen. Sie soll unter dem Anbau des »Fitness-Turms« entstehen, der parallel zur Gerbergasse geplant ist. Leicht ist den Stadträten die Entscheidung nicht gefallen, schließlich zeichnet sich das Haushaltsjahr 2010 durch einen üppigen Schuldenstand aus – und die Baubeteiligung wird die Haslacher Verwaltung nach Abzug der Förderung durch das Landessanierungsprogramm rund 210000 Euro kosten.

Sei das Gelände erst einmal verbaut, wäre eine einmalige Chance vertan, setzte sich Haslachs Bürgermeister Heinz Winkler flammend für die Realisierung der Tiefgarage ein – zumal die Förderungen durch das Landessanierungsprogramm nur noch dieses Jahr abrufbar seien. So unterschiedlich die Meinungen zu Beginn der Überlegungen vor einigen Wochen waren, so einheitlich zeichnete sich das Stimmungsbild in dieser Ratssitzung ab: Die Stadträte sahen den Schuldenstand zwar ungern wachsen, dennoch sahen sie sich umso mehr in der Pflicht, die Entwicklung des Hukla-Areals umsichtig voranzutreiben. »Was jetzt nicht gemacht wird, wird nie wieder getan«, sprach sich CDU-Sprecherin Dr. Karla Mahne für den Bau der Garage aus. Freie-Wähler-Sprecher Joachim Prinzbach plädierte ebenfalls für das Projekt. Als klares Plus sah er, dass bei gleichbleibendem Flächenverbrauch 35 öffentliche Stellplätze dazugewonnen werden.

Die Einfahrt der Tiefgarage ist parallel zum bereits asphaltierten Fahrweg zwischen »Fitness-Turm« und Feuerwehrhaus geplant. Die Nutzer werden die Tiefgarage von der Alten Eisenbahnstraße her anfahren. Und an diesem Punkt sah Andreas Isenmann (CDU) eine Lücke im Konzept. »Wir brauchen ein System, das zeigt, ob und wie viele Plätze in der Garage überhaupt noch frei sind – sonst wird’s da unten richtig eng.« Er regte getrennte Zu- und Ausfahrten an. Die Erweiterungsmöglichkeit der Tiefgarage interessierte die Stadträte ebenfalls. Diese Option sei auf jeden Fall gegeben, stellte Heinz Winkler fest. Er sieht den Turm weiter in zentraler Rolle: Die künftige Bebauung des Hukla-Areals werde sich dem Industriedenkmal auf jeden Fall unterordnen.

Schwarzwälder Bote vom 2.6.2010