Presse
Vier Tage lang im Sattel
Sieben Mountainbiker aus Haslach bei der Trans-Germany am Start
Von Annette Grüninger
Haslach. Keine Frage:Mountainbiken ist zum Breitensport geworden. Doch mit 1200 Radlern ist die Trans-Germany, die ab dem morgigen Mittwoch in vier Tagen von Garmisch nach Bregenz führt, ein Rennen der Superlative.
Mit am Start sind auch sieben Biker aus Haslach. Vier Tage am Stück auf dem Bike, 300 Kilometer und 10.000 Höhenmeter: Eine Herausforderung wie diese ist freilich nicht ohne Training zu bewältigen. Schon seit Winter bereiten sich deshalb Martin Kammerer, Georg Leppert, Harald Bröker, Marco Mengel, Andreas Matt, Franz Lehmann und Alexander Hoferer auf die Trans-Germany vor: zuerst mit Kraft- und Ausdauertraining im Studio, dann bei Touren im Freien und zuletzt auf einem einwöchigen Trainingslager in Mallorca.
»Wer fitter ist, kann die Belastungen während der vier Tage besser wegstecken«, weiß Alexander Hoferer, der das Team »Fitness-Turm Haslach « auf die Trans-Germany vorbereitet hat. Dabei habe er bewusst die Grenzen seiner Teamkollegen nicht überstrapaziert, betont der Inhaber des Haslacher Fitness-Studios. »Aber wenn die Grundlagen stimmen, dann kann man auch mal im Wettkampf alles geben.«
Und das ist wohl auch nötig, um die Trans-Germany meistern zu können. Nach dem Start am morgigen Mittwoch um 10 Uhr verläuft die Tour in vier Etappen von Garmisch- Patenkirchen über das Tiroler Lermoos, Pfronten und Sonthofen im Allgäu bis an den Bodensee nach Bregenz. »Eine schöne Landschaft«, findet Hoferer. Doch ein mehrtägiges Rennen stellt die Teilnehmer vor ganz besondere Herausforderungen. Wer schon in der ersten Etappe völlig ausgepowert ins Ziel einfahre, der wird sich auch am nächsten Tag schwerer tun. »Man muss seine Kräfte eben gut einteilen«, erklärt Hoferer, der schon an mehreren Etappenrennen teilgenommen hat. Für die meisten Radler seines Teams ist die Trans-Germany jedoch eine Premiere: »Ich bin gespannt, wie sie sich so schlagen.« Denn obwohl die sieben Haslacher »sehr, sehr fit« seien: Voraussagen lässt sich gar nichts bei vier Tagen im Sattel. »Ein mehrtägiges Rennen steckt voller Überraschungen «, hat Hoferer beobachtet, mit seinen 34 Jahren der Jüngste der Truppe.
Gestartet wird in vier verschiedenen Altersklassen. Neben der Teamwertung werden auch die Ergebnisse der einzelnen Teilnehmer erfasst. »Und da kann man nicht sagen, dass Ältere auch langsamer sind«, meint Hoferer. Ganz im Gegenteil: Wer zu einem älteren Jahrgang gehört, besitze die größere Rennerfahrung, habe »schon mehr Lebenskilometer angesammelt«. Für sich selbst hat Hoferer das Ziel gesetzt, es unter die schnellsten 50 zu schaffen – um dann fit genug zu sein, auch die Trans-Alp im Juli zu meistern und während der Tour über die Alpen hoffentlich viele weitere Lebenskilometer zu sammeln.
